Immovation AG präsentiert Konzept für Salamander-Areal

Dr. Tilman Welther

Stadtgespräch. Nach dem Kauf des Salamander Areals (fondstelegramm vom 27.1.2010) durch die Immovation AG, stellten die beiden Vorstände Matthias Adamietz und Lars Bergmann am Donnerstag vor dem Kornwestheimer Stadtrat ihre Pläne zur Entwicklung des Industriedenkmals vor. „Was die Leute im und um das Salamander-Areal brauchen, ist ein Supermarkt und eine Brücke rüber in die City. In der Gegend wohnen viele alte Leute“, brachte Klaus-Dieter Holzscheiter ein Bürgeranliegen auf den Punkt. Der 67-jährige Rentner sitzt für die Freien Wähler im Ratsgremium.

Integration. Die Präsentation der Immovation AG kommt ihm entgegen. Adamietz, Bergmann und der Architekt Achim Westermann erläuterten, wie sie im Zentrum des 90.000-Quadratmeter-Geländes ein Parkhaus mit Discountmarkt und einen Fußgängersteg über die Bahngleise in die eigentliche City Kornwestheims errichten wollen. „Das Salamander-Areal soll wieder ins Stadtgeschehen integriert werden“, betonte Matthias Adamietz.

Knackpunkte. Trotzdem bleiben Parkhaus und Brücke für einige Ratsmitglieder mögliche Knackpunkte im ansonsten akzeptierten Konzept des Kasseler Immobilienunternehmens. Grund: Das Parkhaus mit seinen sechs Geschossen (700 Stellplätze) soll als Solitärneubau in der Mitte des Areals errichtet werden und würde so ein dominanter Blickfang sein; beim Fußgängersteg geht es dagegen noch um die Frage, wer Eigner der Brücke wird und ob für Fahrradfahrer eine Auf- und Abfahrt errichtet wird. Alle anderen Ausführungen der Investoren werden im Gemeinderat aber äußerst wohlwollend aufgenommen.

Gut aufgenommen. Begrüßt wurde, dass die Immovation AG in einem ersten Schritt rasch versuchen will, die noch leeren 20.000 Quadratmeter Gewerbefläche in dem Ensemble zu vermieten, um dann auch den Ausbau der Fabrikgebäude 7,8 und 9 zu starten. Hier sollen 250 Loftwohnungen entstehen, die dann in Fonds der Immovation AG eingebracht werden. Für Gebäude 9 gab Finanzvorstand Bergmann schon grünes Licht: „Das Geld ist da, die Immovation 2 KG ist handlungsfähig.“

Weitere Pläne. Was planen die Nordhessen noch im Salamander-Areal? Stadtvillen mit eigenen Tiefgaragen zum Verkauf (ca. 6000 Quadratmeter), ein Boardinghaus mit Skylounge auf dem Dach, ein Bachlauf und Grünzonen im Gelände sowie ein Lichtkonzept, welches das gesamte Areal verbindet. Matthias Adamietz geht davon aus, dass bis in drei, vier Jahren das Projekt abgeschlossen sein könnte. Bis zu 1.000 neue Bewohner und ebenso viele Arbeitsplätze hätten dann ihren Sitz in dem traditionsreichen Kornwestheimer Quartier. Dieser Tage eröffnen Mitarbeiter der Immovation AG und des Generalplaners ein Büro in der Stadt, um mit der Umsetzung der Ideen zu beginnen.

fondstelegramm-Meinung. Den Rückhalt der Stadt zu haben, dürfte für dieses Projekt nicht ganz unwichtig sein. In dieser Hinsicht stellte die gestrige Präsentation einen guten Auftakt dar.

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fondstelegramm, 12.02.2010