Zwischen Barock und Lurchi

Nach Ludwigsburg und Kornwestheim führte die dreitägige Fahrt, die das Wirtschaftskollegium Kassel Ende September unternahm. Das Motto des Trips lautete „Zwischen Barock und Lurchi“. Ihren ersten Zwischenstopp legten die Nordhessen in Würzburg ein, wo sie eine Brauerei besichtigten. Von der Stadt, die das Siegel Unesco-Weltkulturerbe trägt, ging es weiter nach Ludwigsburg. Der Ort war einst auf dem Reißbrett entworfen worden – und atmet gleichwohl im Kern noch heute den Charme des Barock.

Von Rainer Lomen

Der Schwerpunkt der Fahrt galt Kornwestheim, insbesondere dem ehemaligen Salamanderwerk, der Heimat Lurchis. Das Kasseler Immobilienunternehmen Immovation AG hatte im Jahr 2009 die 20 000 Quadratmeter umfassende Industriebrache gekauft und entwickelt das Gelände aktuell mit einem ausgeklügelten, pfiffigen Konzept. „In den nächsten Jahren entstehen dort Stadtvillen, ein Nahversorgungszentrum, der Kindergarten sowie Loftwohnungen – und wir treiben die gewerbliche Nutzung weiter voran“, erläuterte Lars Bergmann, Vorstandschef der Immovation AG.

Architekt Achim Westermann erklärte die jetzige Nutzung des Areals und zeigte Zukunftsvisionen auf. Im Anschluss führte er die Kasseler durch die alten Werkshallen, die unter anderem zu großzügigen Lofts umgebaut werden. Westermann erläuterte die Architektur des denkmalgeschützten Backsteinbaus, in dem sich das Verwaltungsgebäude befindet, und machte auf den alten Paternoster aufmerksam. Ein früherer Salamander-Mitarbeiter präsentierte das Werksmuseum und die dort gesammelten Kostbarkeiten – historische Stücke, auf die Kornwestheims Bürgermeister Michael Köpple stolz ist, der danach die Lage, Stärken und Entwicklungschancen seiner schuldenfreien Stadt skizzierte.

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HNA, 06.11.2011